Dienstag, 6. Dezember 2011

Seit dem Wochenende bin ich in bester Laune. Ich war das ganze Wochenende bei Plusquam. Sie hat eine Waage. Gewichtskontrolle. Es fühlt sich so an als würde ich nur noch für die Zahl auf dem quadratischen Ding Leben. Ist sie niedrig, bin ich glücklich. Ist sie hoch, bin ich traurig.
Wie im Rausch ging ich heute Morgen ins Büro. Ich lächle den Betreuer an, gehe zum Schrank. In meinem Kopf tauchen Zahlen auf. Ich nehme die Droge und gehe ins Bad. Antippen, erster Fuss, zweiter Fuss, Waschbecken loslassen. Vor mir blinken Balken und ein Komma auf. Ich fliege zurück ins Büro, stelle die Waage zurück in den Schrank. Keine Frage wieviel es war. Schon die zweite Woche hintereinander. Am Frühstückstisch gibt es für mich wieder nur Kaffee. Kein komischer Blick, kein Wort des Protestes. Mir fallen die Worte der Leiterin ein: "Wir sehen schon, dass sie abnehmen, aber ich möchte dem ganzen keine Aufmerksamkeit schenken, damit sie nicht noch weiter hungern." Höhnisches Lachen im Kopf. Diese Woche gibt es wieder nur Fleischgerichte. Eine Steilvorlage für Ausreden. Höhnisches Lachen im Kopf.
Weihnachten bin ich dieses Jahr bei Plusquam. Es wird ein ziemlicher Traum werden. Ich hab ein wunderbares Geschenk für sie. Und eines für ihre Mutter. Und eines für mich. 13 BMI Punkte weniger. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen