Dienstag, 27. Dezember 2011

Meine Beine knicken immer wieder weg. Tränen steigen mir in die Augen. Verzweiflung. Ich rufe den Arzt an, frage nach den Ergebnissen des Bluttests. Vitaminmangel. Ich atme tief durch.
Die Sehnsucht nach einer heilen Welt frisst mich auf. Ich verliere mich in meinen Gedanken. Einsamkeit, Leere, Enttäuschung. Das Essen ist eine Qual. Immer noch. Vielleicht erwarte ich zuviel von mir. Von allen anderen. Während des Mittagessens denke ich an Zuhause. Ich vermisse das Hungern. Wie ein Junkie vermisse ich meine Droge. Es wäre so leicht Zuhause nichts zu essen. Niemand kontrolliert. Keine hoffnungsvollen, vorwurfsvollen, sorgenvollen Blicke. Nur ich, mein leerer Magen und meine Traumwelt. Ich bin gefangen in einem Käfig, den ich mir selber gebastelt habe.
Nachmittags stehe ich beim Betreuer im Büro. Wir reden 10 Minuten. Ich würde am liebsten weinend vor ihm zusammenbrechen. Ich wollte, er würde meine Verzweiflung spüren. Die Ausweglosigkeit. Die Hoffnungslosigkeit. Wir reden über die Leiterin. Er sagt was jeder sagt: "Vielleicht wachsen sie ja an diesem Konflikt." Ich will nicht wachsen. Ich will meine Ehre, meinen Stolz, mein Leben behalten.

1 Kommentar:

  1. sag mir, was ich schreiben soll, dann mach ich dir ein kommentar. :D
    es wird alles gut werden. das weiß ich. und am wochenende sehen wir uns und verbringen das schönste silvester seit beginn des gregorianischen kalenders.

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