Leere in mir. Ich sehe sie und meine Ohren klingeln sofort. Sie fängt an zu reden und ich bin schon mit meinen Gedanken ganz wo anders. Ich bin zurück in der Kindheit. Sie erinnert mich an meine Schwester. Die Fassade hält irgendwie. Ich lächle und bin fröhlich. Jede Geste, jedes Wort, einfach alles versetzt mich zurück in die Einsamkeit. Ich beginne mich wieder selbst zu verraten. Ich schweige mich aus, bekomme Schneidedruck, dissoziiere. Die Stabilität scheint irgendwo zwischen ihren Wutanfälle und meiner Hilflosigkeit zu verschwinden. Ich will wegrennen und bleibe doch sitzen. Es gibt eh keinen Ort zu dem ich rennen könnte. Mir ist schlecht. Ich will kotzen, ich will schneiden, ich will weinen, ich will schreien. Am besten alles auf einmal. Ich sehe zu meinem Waschbeutel rüber in dem die Klingen sind. Es wäre so einfach. Nur aufstehen, den Reisverschluss aufmachen und ansetzen.
Das gute Gefühl der letzten 5 Tage ist weg. Das
Essen fällt mir wieder schwer. Ich will niemandem die Schuld in die Schuhe schieben, weil es mein Problem ist. Sie kann nichts dafür. Ich sehne mich nach Geborgenheit und einer Schulter an der ich mich ausweinen kann. Ich sehne mich nach Schutz. Ich bin ein kleines Kind. Kein Erwachsener, sondern ein kleines Kind, dass zwischen Geschrei und Schlägen versucht eine dunkle Ecke zu finden in der es sich verstecken kann.

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