Samstag, 6. Januar 2018

Ich habe zu viel getrunken. Ich will eigentlich Spaß haben, aber es fällt mir schwer ihn zu spüren. Jemand spricht mit mir. Ich kenne ihren Namen nicht. Ich höre mich antworten. Sie sieht mir tief in die Augen. Ihr Blick bereitet mir Sorgen, denn ich weiß was jetzt kommen wird. Ich weiß welche Bilder sie im Kopf hat. Ich weiß nur noch nicht wer es war. 'Ich habe keinen Kontakt mehr zu meinem Stiefvater, weil mich sein Vater missbraucht hat und er mir nicht geglaubt hat.' Jetzt weiß ich auch wer es war. 'Dann kannst du ja Stolz sein, dass du es soweit gebracht hast.' Alles an diesem Satz kommt mir falsch vor.
Mich interessiert ihre Geschichte nicht, denn sie erinnert mich an meine eigene. Sie erzählt mir trotzdem mehr.
Als wir in der Kneipe angekommen sind gehe ich weg von ihr. Ich drehe mir eine Zigarette, fühle den Rauch und den Schmerz.

1 Kommentar:

  1. alles in dir schreit nach nie gelebten, nie ganz gefühlten schmerz. nein, mehr davon. es gibt keine worte dafür. es ist mehr als die begriffe, die mir geläufig sind, ausdrücken könnten. leid, qual, schmerz, elend. alles das, was du nicht fühlen kannst. nicht gänzlich.
    entschuldigung, dass ich dir sehr gerne antworte und dir meine gedanken mitteile... vielleicht bloß, um die eigenen zu sortieren. eher davon abzulenken. ich höre und sauge und stoße ab. und halluzination und gedanken und realität und erinnerung und albträume werden zu einem knäuel von wahnsinn. die mauer, die wand, der trümmerhaufen stehen zwischen mir und mir.

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