Neben mir auf dem Sofa liegt meint Handy. Es vibriert. Ich fühle mich unwohl. Ungeliebt. Unwirklich. Auf dem Display blinkt irgendeine Nachricht auf von irgendeiner App, die ich irgendwann installiert habe. Ich lese sie um mich selber zu beruhigen. Es sind nicht viele mit mir im selben Raum. Die meisten kenne ich oder vielleicht auch nicht. So wie ich mich kenne oder vielleicht auch nicht. Ich bin froh, dass niemand versucht mit mir zu reden. Meine Angst ist auch so schon groß genug. Ich würde am liebsten gehen, aber es ist dunkel draußen und ich bin mir nicht sicher ob ich die zweihundert Meter zum Auto ohne Panikattacke schaffe. Mein Kopf ist so leer und gleichzeitig so voll, dass ich nicht weiß ob ich überhaupt noch lebe oder schon angefangen habe zu sterben. 'Was war mit dir los?' Sie schaut mich an, also erwartet sie vermutlich eine Antwort von mir. Ich drehe Worte hin und her, überlege viel zu lange für diese einfache Antwort. 'Ich war ziemlich betrunken, da können die Pferde mit mir durchgehen.' Es ist gelogen, aber das ist nicht wichtig. Sie ist mir nicht wichtig. Niemand hier ist mir wichtig. Ich selber bin mir nicht wichtig. Aufstehen, atmen, schlafen, aufstehen, atmen, schlafen, aufstehen, atmen, schlafen. Genug um nicht tot umzufallen. Genug um die Anderen nicht gewinnen zu lassen.
ich habe dich noch lieber als früher.. weil nahezu alle deiner beschreibungen, wortwahlen, textzeilen mein innerstest zu 97% beschreiben. danke..
AntwortenLöschenDanke für deine lieben Worte <3
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