Ich sitze hier am PC, frage mich was ich nun die nächsten Wochen tun soll. Plusquam ist nun in der Klinik und ich habe Angst vor der großen Langeweile. Ich fürchte mich wirklich davor. Und ich fürchte mich davor, dass es hier Streit gibt und ich wieder abrutsche, weil mir ihr Halt fehlt.
Meine Gedanken kreisen jetzt schon wieder nur darum nichts zu essen. Zum Frühstück habe ich mich durchgerungen. Irgendwie. Und ich habe es sogar geschafft meiner Mutter die Schüssel Cornflakes nicht ins Gesicht zu werfen, obwohl sie mich die ganze Zeit anstarrte. Aber kann ich es ihr vorwerfen, dass sie nichts von allem mitbekommt? Sie sieht ja nur, dass ich wieder relativ normal esse. Sie kann nicht in meinen Kopf sehen, der fast platzt, weil er alles negative unterdrücken muss.
Gerade fällt es mir wirklich schwer vernünftig zu sein. Die alten Bilder, Worte, Gefühle rütteln an mir, versuchen mich ins Wanken zu bringen. Sie wissen, dass sie mich erdrücken können, sobald ich beim Wegrennen vor ihnen, strauchle. Manchmal wünsche ich mir, dass ich nicht mehr ständig weglaufen muss. Es kostet wahnsinnig viel Energie. Die Angst davor die schlimmen Dinge, die mir passiert sind, zu verarbeiten, die gewaltigen Emotionen zuzulassen, ist dann aber doch zu groß. Viel zu groß.
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