Freitag, 22. Juni 2012

Ich laufe 5 Mal die Treppe rauf und runter. Mein Kopf fühlt sich schwer an, ich bin müde, unkonzentriert. Um 20 Uhr bekomme ich einen Anruf. Ein Freund lädt mich zu sich ein. Ich reibe meine Augen, überlege kurz ob ich absagen soll, weil ich schon jetzt am liebsten schlafen würde. Ich lege mir Ausreden zurecht, die aber irgendwie alle nicht sehr intelligent sind. Ich kann nicht denken im Moment. Es fällt mir schwer mich an Dinge zu erinnern, die ich vor 2 Minuten noch tun wollte.
Wir sehen uns das Fußballspiel an, ich schlafe fast ein auf dem Sofa, gehe um 23 Uhr wieder nach Hause und falle ins Bett. Ich schlafe endlich mal wieder gut. Als ich aufwache bin ich ausgeschlafen, steige auf die Waage. Erster Fuss, zweiter Fuss, Türgriff loslassen. Im Gegensatz zu mir selber behandeln mich die Balken gut. Ich überfliege die Artikel in der Zeitung, weiß beim einen Absatz schon nicht mehr was im Absatz davor stand. Das meiste ist sowieso unwichtig, es ist schließlich eine Lokalzeitung. Ich versuche der Situation etwas positives abzugewinnen, sage mir, dass ich so wenigstens nicht die ganze Zeit an meinen Hunger denke. 2 Sekunden später fällt mir auf, dass das eigentlich gar nicht so positiv ist.
Der Tag fliegt an mir vorbei, ich laufe weiter 100 Mal die Treppe rauf und runter, weil ich immer irgendetwas vergesse. Ich denke an die Hausaufgabe für die nächste Therapiesitzung und würde am liebsten jetzt schon in Tränen ausbrechen. 

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