Mittwoch, 18. Januar 2012

Ich kann kaum geradeaus gucken. Meine Augen fühlen sich komisch an. Mein ganzer Körper schreit nach Essen. Mit jedem Blick in den Spiegel bekomme ich allerdings immer weniger Lust auf Nahrung.
Die letzten drei Tage schlich ich nur durchs Haus. Ich wirke blaß, angeschlagen. Ich habe das Gefühl als wäre ich erkältet. Kein Husten, kein Schnupfen. Ich bin froh, dass noch Reste von gestern da sind. Kein Kochen, kein Essen. Jeder Schritt wird zur Mutprobe, jede Bewegung zum Kampf. Ich habe Angst vor einem Zusammenbruch. Er wird kommen. Früher oder später werden mir meine müden Beine den Dienst versagen. Meine Arme werden sich nicht mehr bewegen wollen. Mein Kopf wird nicht mehr denken wollen.
Das Engelchen auf meiner Schulter rüttelt mich. Immer lauter schreit es mir ins Ohr doch endlich diesen Dreck aufzugeben. Kein Hungern, keine Stärke.

1 Kommentar:

  1. Bitte gib dich nicht auf. Wenn du gegenankämfst, DANN bist du stark.

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