Chaos, Chaos, Chaos. Von unten ruft jemand, von der Seite ruft jemand, von überall ruft jemand. Zusammenwohnen überfordert mich. Zu oft ist da der Drang nach Ruhe, nach nicht angesprochen werden.
Ich atme tief durch, nehme den Kopfhörer aus dem Ohr, konzentriere mich
darauf nicht laut zu werden. In mir wächst der Drang die Autoschlüssel
zu nehmen, wegzufahren. Wieder eine Aufgabe, die ich lieber nicht tun will. Wieder Nähe, die ich gerade nicht haben will. Wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich mir wünsche niemand wäre da.
Der Tag verstreicht, in mir kommt Angst auf. Habe ich genug Ausgleich gehabt? Kann ich überhaupt genug Ausgleich haben? Ich denke an meine Kollegin, ohne die alles viel schöner wäre. Ich erwische mich dabei, wie ich hoffe, dass sie möglichst lange krank ist.
"Hoffentlich bist du lange krank, wenn du jemand schon eine Krankheit wünscht, blöde Kuh!"
Ich mache mir selbst Vorwürfe. Ich bin stark und habe doch keine Kontrolle.

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