Montag, 9. Juli 2012

Ich sitze im Behandlungszimmer vom Arzt. Immerhin ist der Jüngere der beiden da. Mit dem Älteren läuft es irgendwie nie gut. Er tut immer so als wäre ich das größte Psychomonster. Beim letzten Besuch meinte er, dass meine vorübergehende Sprachstörung psychisch bedingt sei. Es lag allerdings definitiv am Vitaminmangel.
Der Arzt kommt rein, ich erzähle ihm von meinem Problem mit dem schwummrigen Gefühl im Kopf, wenn ich Dinge mit viel Zucker gegessen oder getrunken habe. Ich weiß was das bedeuten kann und rutsche unruhig auf meinem Stuhl hin und her. Er beruhigt mich eingermaßen. Ich muss nächste Woche nochmal zum Blutabnehmen dort antanzen. Das wird sicher super mit dem Ausschlag an meinem linken Arm. Ich sehe damit aus wie der ärgste Fixer. Ich soll diese Woche darauf achten so wenig Zucker wie möglich zu mir zu nehmen. Auf dem Heimweg laufe ich als erstes beim Bäcker vorbei und kaufe mir einen Schokocroissant. Der Zuckergehalt ist mir in diesem Moment egal, denn ich will dieses verdammte 392375982357-Kalorien-Teil verschlingen.
Mir wird schwindelig und mein Tinnitus meldet sich lautstark zu Wort. Der Druck steigt sowieso. Zuhause mache ich mir also einen Finalgonverband, der eine schicke rote Färbung auf dem rechten Arm hinterlässt. Jetzt sehe ich wohl endgültig so aus als würde ich irgendwelche Drogen nehmen. 

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