Ich schaue ihr in die Augen während sie raucht. Wir stehen alleine vor der Tür, als wäre in mir nicht das gefrässige Monster. Sie erzählt von irgendetwas. Ich höre nicht zu. Hat sie mir eine Frage gestellt? Sie drückt die Zigarette aus, ich schließe die Tür auf. 'Du weißt, dass ich das nicht ernst meine oder?' 'Ja, das haben wir schon geklärt.' Mein Magen zieht sich zusammen, mir wird schlecht. Liegt es daran, dass ich seit Tagen nichts gegessen habe oder ich sie anlüge?
Wir gehen zu den Anderen. Ich stelle mich weit weg von ihr, will ihr nicht zu nahe kommen. Immer wieder schaue ich zu ihr hinüber. Sehe sie mit angestrengtem Blick. Sehe sie mit einem Lachen auf dem Gesicht. Sehe sie vor mir stehen, die Augen verheult. Ich schüttele mich, versuche zu vergessen, dass sie manchmal schwach ist, denn ihre Stärke ist das Schönste an ihr.
Am Morgen bin ich als Erstes beim Frühstück. Ich stelle mich in die Schlange vor dem Kaffeeautomat, nehme gleich zwei Tassen. Die Wärme füllt meinen Magen aus, der Hunger vergeht. Sie setzt sich neben mich. 'Hast du keinen Hunger?' 'Nein, ich bin noch ein bisschen müde.' Sie glaubt mir nicht, aber es ist mir egal. Es ist mir immer egal.
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