Ich bin froh, dass ich mich wieder einigermaßen gefangen habe. Plusquam ist jetzt zu mir gezogen und wir wohnen hier gemeinsam. Es ist manchmal gar nicht so leicht, wenn zwei "Gestörte" in einer kleinen Wohnung zusammen leben, aber ziemlich oft ist es sehr schön.
Gestern in der Gruppentherapie machten wir eine Entspannungsübung. Es fiel mir schwer die aufkommende Panik zu unterdrücken. Mir wurde schwindlig und ich wäre fast dissoziiert. Ich mag meinen Körper nicht spüren. Weder die Füße, noch die Hände. Ich bin es auch gar nicht gewohnt mich selber im Spiegel zu betrachten und hinterher zu sagen, dass dieses oder jenes Körperteil zu mir gehört. Auf Fotos kann ich sowieso nicht mit letzter Gewissheit sagen ob dort ich zu sehen bin oder jemand Fremdes. An normalen Tagen fällt das kaum ins Gewicht, aber wenn ich in einer emotionalen Ausnahmesituation bin und das Gefühl habe ich würde mich in Luft auflösen, dann kann ich mich nichtmal an meinen Körperempfindungen festhalten. Das macht es mir unheimlich schwer aus einer Wahrnehmungsverzerrung wieder in die Realität zu finden.
Seit Plusquam bei mir eine Hälfte des Bettes belagert bin ich ziemlich oft gereizt. Der Druckausgleich durch Hungern fällt flach. Das hat weder für mein Gewicht noch für meine Emotionen wirklich gute Auswirkungen. Ich muss den Druck anders loswerden. Es kommt mir 89340938248342 Mal schwieriger vor zu skillen, als einfach nichts zu essen. Manchmal finde ich es schrecklich essen zu müssen, machmal ist es mir einfach egal. Am dümmsten sind die Tage an denen mir jemand sagt wie toll ich abgenommen habe. Ich mag sowas nicht hören. Ich bin kein guter Mensch. Nicht durch destruktives Verhalten zumindest.
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