Ich nehme die drei großen 1,5 Liter Flaschen, laufe in die Küche. Es gibt frische Brötchen. Ich überlege nicht mal ob ich mir eines nehmen soll. Ich drehe den Wasserhahn auf, warte darauf, dass es kalt wird. Erste Flasche, zweite Flasche, dritte Flasche. Ein Satz klopft an meine Stirn: "Herzlichen Glückwunsch, sie werden den Hunger heute ertränken!" Ich lächle triumphierend. Ich wische die Plastikmedizin mit dem Enthungerungsmittel ab, hole mir eine Tasse Kaffee. Wärme füllt meinen Magen. Ich genieße sie.
Die Artikel, die ich in der Zeitung lese habe ich nach 2 Sekunden wieder vergessen. Mein Hirn arbeitet nicht so gerne ohne Nahrung. Mir ist es egal. Die Welt verändert sich sowieso nicht. Ob ich nun zum 12983456187479798372489 Mal einen Bericht über die Eurokrise oder Fahrflucht oder Wasweißich lese ändert gar nichts. In meiner kleinen Welt ist es dafür bunt und schön. Ich habe ja mich und die Stärke jeder Versuchung zu widerstehen.
Dem Stolz gebe ich aber heute keinen Raum. Er ist zu falsch um sich richtig anzufühlen.

Hallo! Ich habe mich bissl durch deinen Blog gelesen. Mich erschüttert dein schlechtes Selbstbild, und deine Beziehung zu dir selber. Ich weiß nicht mal, wie alt du bist. Bist du in Therapie? Vielleicht magst du mir ja schreiben. missmarpel@gmail.com
AntwortenLöschenLG