Ich sitze auf dem Balkon. Versuche Luft zu bekommen. Versuche mich nicht fallen zu lassen. Meine Hände tun weh, weil ich mich verzweiflt am Geländer festhalte. Die Tür steht offen, der Weg ins sichere Innere nur zwei Meter entfernt. Erste Hand, zweite Hand, den Türgriff packen.
Ich lege mich aufs Sofa, nehme mir eine Decke, fange an zu weinen und bleibe dort zwei Tage in der selben Stellung liegen. Um die Essensreste vor mir auf dem Teller schwirren immer mehr Fliegen. Mein Handy vibriert zwischendurch. Es ist mir genauso egal wie die Klingel. Ich mache nicht auf, denn hier wohnt niemand mehr. Hier atmet nur noch jemand.
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