Sonntag, 29. Oktober 2017

Ein Tag wie jeder anderer. Aufstehen, erster Fuss, zweiter Fuss, Türgriff loslassen, Weinen, Duschen, Anziehen. Auf dem Tisch steht die Kaffeekanne, Kalorien, viele Kalorien, zu viele Kalorien. Ich nehme den Kaffee und ignoriere alles andere.
Ich tue so, als würde ich noch überlegen fett zu werden. Natürlich entscheide ich mich dagegen.
Im Auto fällt es mir schwer die Augen offen zu halten. Mein Herz schlägt zu schnell.
Die ersten Worte, die ich bewusst wahrnehme, lassen mein Herz noch schneller schlagen. 'Ich kann ihnen das nicht erlauben.' Das Piepsen in meinen Ohren übertönt jeden Buchstaben. 'Ich glaube nicht, dass sie das durchstehen können.'
Ich schaue an einen Punkt hinter dem Traumtöter. Er merkt es nicht mal. 'Auch wenn ich viel von Ihnen halt.' Ich frage mich warum er lügt. Ich frage mich, ob er mich wirklich für so dumm hält.
Die Treppe nach unten hört nicht auf. So wie das Leben nicht aufhört. Auch, wenn man sich das wünscht.

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